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16½ Kniffe, um deine Website erfolgreich zu ruinieren - Teil 2


DIE HOMEPAGE



Hat dir schonmal jemand gesagt, was für eine unfassbar coole Homepage du hast? Nein?


Dann wirst du wahrscheinlich keine coole Homepage haben.

Oder aber eine, die dem Schlaf Konkurrenz macht.


Also, keine bekommst du ganz easy hin.

Um deine Seite aber gewissenhaft zu ruinieren, orientiere dich einfach an den folgenden Hacks meiner 3-teiligen Mini-Serie.



Soviel zur konformen Einleitung dieser Serie.



Und wie auch in Teil 1 erwähnt, will ich zuvor noch eine Sache loswerden:


Ich möchte dich mit den folgenden Tipps nicht ermutigen, eine uncoole Website zu erstellen, sondern dich vielmehr motivieren es besser zu machen.


Ok.



im zweiten Teil der Mini-Serie lüfte ich die Geheimnisse einer miserablen Homepage.


Dabei ist sie diejenige, die das Zeug dazu hätte, gerade die Unsicheren, die dich noch nicht kennen, an die Hand zu nehmen und ihnen die nächsten Schritte zu zeigen. Wie eine Orientierungshilfe.


Die Homepage ist quasi der rote Teppich deiner Website.

Hier möchtest du in der Regel den bestmöglichen Eindruck hinterlassen.


Denn viel Zeit bleibt dir nicht, dich zu präsentieren.


Auf dem Roten Teppich läufst du schließlich auch nur einmal lang mit kurzem Stop, um fotografiert und ein wenig näher betrachtet zu werden.


Bist du nicht gut vorbereitet, wird dein Auftritt zum Fiasko.







Du kannst auf wiederkehrende Besucher verzichten?

Es ist dir egal, ob deine Besucher zu Abonnenten und deine Abonnenten möglicherweise zu Kunden werden?

Eine große Reichweite auf deinen Social Media Kanälen interessieren dich nicht?



Dann schaut deine Homepage wahrscheinlich genau so aus:




1. Die Besucher müssen raten, was du machst und wer du bist



„Willkommen und lass dich überraschen. Aber vorher klicke HIER und lass dich nochmal überraschen. Oder du überrascht mich und verlässt die Seite an dieser Stelle.“


Hä?!



Mein Gegenvorschlag:


  • Es reicht ein kurzer Teaser, der durchblicken lässt, was dich ausmacht und warum du das machst, was du machst. Menschen suchen nach Unternehmen, die ihre Werte leben und mit denen sie sich identifizieren können. Mehr zu deiner Geschichte erfahren sie dann auf deiner About Page.

  • Selbst wenn in deinem Logo schon steht Copywriter, schenke deiner Arbeit nochmal einen kleinen Abschnitt, der dein Angebot und dessen Vorteile klar zusammenfasst und gleichzeitig als Teaser für deine Sale Page dient.





2. Du lässt die Besucher daran zweifeln, dass du die richtige Lösung für sie in petto hast



Der Mehrheit der Menschheit missfällt es, im Dunkeln zu tappen.

Ungewissheit, gerade in Bezug auf eine fremde Person, schafft kein Wohlgefühl.


Erst recht, weil man sich im Klaren darüber ist, dass es jede Menge schwarze Schafe auf der Online-Weide gibt.


Woher wissen deine Besucher, dass sie richtig bei dir sind?

Was gibt ihnen die Gewissheit, dass du ihr Problem löst?


Vermuten sie Zeitverschwendung oder eine Falle, sind sie schneller weg als dass du "Bleib hiiiier!" brüllen kannst.



Mein Gegenvorschlag:


  • Dein Intro auf der Homepage trägt zum Großteil dazu bei, ob deine Besucher bleiben oder scrollen und weiter klicken. Ist dein Thema binnen Sekunden nicht annähernd einzuschätzen, verlieren sie vermutlich die Lust.

  • Willkommen auf meiner Seite gibt wenig Aufschluss über dein Angebot und klingt dazu noch wie die Empfangsdame meines Arztes, die mich neulich mit Kaugummi im Mund begrüßte und dabei nicht einmal aufschaute.

  • Überschrift und Unterüberschrift eignen sich perfekt, um den Nutzen für deine Besucher auf den Punkt zusammenzufassen. So hast du den Bruchteil an Sekunden, der deiner Website bei Eintritt gewährt wird, perfekt genutzt.




3. Die bietest den Besuchern keine Möglichkeit mit nur einem Klick zu deinen besten Inhalten zu gelangen



Nun haben es deine Besucher schon auf den roten Teppich geschafft, dann wollen sie natürlich auch spüren, dass du jedem von ihnen ein schönes Erlebnis auf deiner Seite schenken möchtest.


Das ist unmöglich, wenn du sie bei der Ankunft im Stich lässt. Die großen Stars haben schließlich auch ihre Manager mit im Schlepptau, die ihnen zeigen wo es lang geht.


Das Erlebnis geht aber auch nach hinten los, wenn sie vor lauter Blitzlichtgewitter keine klare Sicht haben.



Mein Gegenvorschlag:


  • Mach es deinen Besuchern so leicht wie möglich, auf die Inhalte deiner Website zu stoßen, die sie in diesem Moment benötigen. So könnest du beispielsweise deine Teasertexte mit einer Handlungsaufforderung in Form eines Buttons versehen oder Verlinkungen zu deiner About Page, deinen Angeboten, deinem Blog oder deiner Kontaktseite einbauen.

  • Aber bewahre Contenance und verwandle deine Homepage nicht in ein Link-Licht-Gewitter. Überforderung ist auch ein Grund, die Website zu verlassen.





4. Du verwehrst deinen Besuchern die Chance, deine Abonnenten zu werden



Du denkst, ein Opt-in-Formular könnte deine Besucher verschrecken.

Du denkst, mit einem Newsletter würdest du die Botschaft vermitteln, ihnen nur etwas andrehen zu wollen.


Deshalb bietest du deinen potentiellen Abonnenten gar nicht erst die Gelegenheit.

Oder aber du platzierst es lieblos in der Fußzeile – direkt neben der Datenschutzrichtlinie.



Mein Gegenvorschlag:


  • Du musst das Formular nicht ganz oben platzieren. Wichtig ist, dass du erklärst, warum es Sinn macht, sich anzumelden und deiner E-Mail-Liste beizutreten.

  • Ein Freebie als Musterstück deiner Arbeit ist möglicherweise ein verlockender Anreiz.

  • Der Hinweis, dass sie sich jederzeit wieder austragen können, wenn deine regelmäßigen Neuheiten nicht den Erwartungen entsprechen, sollte spätestens im Newsletter erwähnt werden.




5. Du verbietest deinen Besuchern, eine soziale Bindung mit dir einzugehen



Indem du auf Symbole oder Plugins, mit denen sie auf deine sozialen Netzwerke gelangen verzichtest, gibst du deinen Besuchern zu verstehen, dass du keinen weiteren Kontakt wünschst.


Und sie lediglich als One-Night-Stand betrachtest, der dir einmalig Befriedigung verschafft hat.


Hhmm.



Mein Gegenvorschlag:


  • Sollest du auf irgendeiner Social Networking Plattform aktiv sein, ermögliche es deinen potentiellen Kunden, sich mit dir zu verbinden.

  • Kennzeichne die Links klar und deutlich und werde nicht müde zu erwähnen, wie sich deine Besucher mit dir connecten können

  • Social Media eignet sich perfekt, um deine Marke zu kommunizieren. Richtig eingesetzt, weckt es nicht nur den Drang deiner aktiven Follower, sich intensiver mit deinen Angeboten zu beschäftigen, sondern auch die Neugierde potentieller Follower.




5 ½ Du versteckst deine Beweise



Aber warum nur?


Um möglichst wenig Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen?

Oder weil du denkst, du hast keine? Das beweise mir erstmal.



Mein Gegenvorschlag:


  • Kundenaussagen, Medienauftritte, Presseberichte oder Logos der Marken, mit denen du gearbeitet hast sind die schlagende Argumente

  • Hast du noch keine Referenzen, nutze Social Media Plugins, um zu zeigen, dass du aktiv bist, was deinem Unternehmen mehr Sichtbarkeit und damit Glaubwürdigkeit verleiht.





Machs kurz und bündig und lass die Homepage mit kraftvollen und präzisen Formulierungen für dich sprechen.