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Deine About Page lebt von Emotionen, Emotionen, Emotionen



Verfolgung ist in deutschen Betten das Traumthema Nummer eins.



Schon in den neunziger Jahren staunten Traumforschen an der Universität Montreal nicht schlecht, als sie die stabilen Platzierungen der verbreitetsten Träume betrachteten.


Verfolgtwerden war mit 81,5 Prozent der Spitzenreiter.




by Moyo Studio



Als Kind hatte ich nicht selten folgenden Traum: Ich war auf der Straße vor unserem Haus. Seitlich parkende Autos. Hinter mir ein gesichtsloses Wesen, dass mir immer näher kam. Vor mir ein offener Gulli. Und ich flitzte auf der Stelle. *



Genau so geht es mir heute hin und wieder noch.


Als erwachsene Frau.

In der realen Welt.

Beim Schreiben.



Ich meine aber nicht den Teil mit dem tiefen dunklen Gulli, in dessen Abgrund ich zu stürzen drohte.

Sondern die Tatsache, dass ich nicht vorwärts kam und mich etwas nicht identifizierbares Gesichtsloses verfolgte.


Stell es dir in etwa so vor: Ich sitze am Schreibtisch, meine Finger wollen sich einfach nicht bewegen und mein eigener Druck im Nacken lässt mich mit ausdruckslosen Worten reagieren. (In etwa so ausdruckslos wie das Foto auf dem Personalausweis.)



Ein wahr gewordener Albtraum, der keiner bleiben muss.



Einen Kniff, um deinem About Page Text ein Gesicht zu geben, habe ich eben schon angewendet.



Storytelling.



Sobald du nämlich in den Erzähl-Modus statt in den Erklär-Modus wechselst, kommt deine natürliche Stimme zum Vorschein. Und diese bereichert deine About Page in dem Maß an Authentizität, das deine Besucher:innen spüren wollen.



Zu einem weiteren Kniff, um deine Leser:innen an deine Zeilen und dich zu binden, komme ich jetzt.



Emotionen.



Die meist gelesenen Artikel in Zeitschriften, Magazinen und Zeitungen, sind diejenigen, die unsere Grundemotionen ansprechen. (Angst, Freude, Trauer, Wut, Neugierde, Ekel)


Wenn uns etwas emotional berührt, folgt zwangsläufig eine Handlung: Wir geben stumme Schreie von uns, wenn wir uns beim Film erschrecken, lachen uns das Zwerchfell wund, wenn der Opa mal wieder ungewollt komisch ist und kaufen, wenn uns etwas begeistert.




Es ist also auch nicht verwunderlich, dass Menschen aufgrund von Emotionen entscheiden.



Aber was ist die treibende Kraft hinter unseren emotionalen Reaktionen?



Es sind die Spiegelneuronen – laut Rizzolatti und seinem Team.



In den 1980er Jahren untersuchten Neurophysiologen an der Universität von Parma in Italien die neuronale Aktivität bei Affen.



Sie beobachteten die Gehirnzellen von Makakenaffen, wenn sie


a) eine Banane, Rosine oder Nuss (da ist man sich heute uneinig) selbst hielten.

b) zusahen, wie jemand anderes diese Handlung vollzog.



Das Resultat wird bis heute identisch weitergegeben:


Die neuronale Aktivität der beobachteten Affen war in beiden Szenarien identisch. Ganz gleich, ob die Affen das Objekt der Begierde selbst hielten oder einer anderen Person bei genau dieser Handlung zusahen – in beiden Fällen leuchteten dieselben Zellen auf.


Die sogenannten Spiegelneuronen, die in zwei Bereichen des menschlichen Hirns eine große Rolle spielen: Imitation und Empathie.



Du kannst deine Leser:innen quasi emotional auf dein Angebot vorbereiten.


Bist du Coach, wollen deine potentiellen Kund:innen von dir lernen – schließlich bist du bereits Meister:in deines Fachs und verfügst über gewisse Erfahrungen. Um auch an diesen Punkt zu kommen, imitieren sie dich so lang, bis auch sie es selbst im Blut haben.


Empathie baust du mit charakterbezogenen Geschichten auf. Jene, die dir letztlich dabei helfen, dich effektiver mit den Bedürfnissen und Hindernissen deiner Leser:innen zu verbinden.



Durch die kombinierte Nutzung von Nachahmung und Mitgefühl, erleben die Spiegelneuronen ein wahres Feuerwerk, … das du in fünf Schritten entfachen kannst.







Hindernisse und Bedürfnisse



Frage dich, welche Hindernisse oder Bedürfnisse durch dein Angebot gelöst oder befriedigt werden können.

Was hat deine aktuellen oder früheren Kund:innen dazu motiviert, mit dir zu arbeiten?






Lösungen



Beschreibe alle Möglichkeiten, wie dein Angebot Erfüllung und Mehrwert ins Leben deiner Kund:innen bringen kann.


Erstelle dafür eine Liste mit den allen Vorteilen und Lösungen deines Angebots. (Mach das mit jedem „neu entdeckten“ Kundenproblem.)






Geschichten



Verfasse eine charakterbezogene Story.


Ob die eigenen Erfahrungen oder eine fiktive Situation – Hauptsache du hältst deinen Wunschkund:innen ihre Bedürfnissen oder Hindernissen vor Augen.


Denk daran, eine Geschichte muss keine ganze Geschichte mit Anfang, Mittelteil und Ende sein. Eine Geschichte kann alles sein, was einen Hauch von Erzählung hat.


Siehe mein Albtraum-Intro.




by Moyo Studio





Emotionen



Verwende emotionale Wörter, um die Situation nachvollziehbarer zu machen, Empathie hervorzurufen und Herzen zum Klopfen zu bringen.


Um Hindernisse anzusprechen, eignen sich "verwirrend", "kompliziert" und "unbequem".

Um Bedürfnisse hervorzuheben machen sich Wörter wie "einfach", "nahtlos" und "intuitiv" gut.


Du weißt ja, um Spiegelneuronen zu aktivieren und Empathie hervorzurufen, musst du über die starken Emotionen gehen.






Befriedigung



Präsentiere deine Lösung als den einfachsten Weg, das Hindernis anzugehen bzw. das Bedürfnis zu befriedigen. Als einen Weg, den es sich lohnt zu imitieren.


Zeige anhand von Testimonials Erfolge und positive Ergebnisse.






Nun könnte es schwierig werden, dich und dein Angebot zu ignorieren, meinst du nicht auch? Denn die Aktivierung der Spiegelneuronen ist weitaus effektiver als die reine Aufzählung von Produktvorteilen.






* Laut Werner Stangl, einem österreichischen Psychologen, kommt das bei Kindern unter zehn Jahren besonders häufig vor. Sie sind in dieser Lebensphase noch nicht in der Lage, sich mit ihrer Angst zu konfrontieren und verstehen noch nicht, dass sie nicht weglaufen müssen.


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