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Wie dein Blog Leser anzieht, obwohl dich keiner kennt



Aller Anfang ist schwer.


Und dass dieser irgendwann mal leicht wird, kann man nur vermuten.


Du kennst es doch auch: Du hast mehr Zeit in deinen ersten Blogartikel gesteckt als in den Versuch, dir die Millionen Testfragen der mündlichen Führerscheinprüfung zu merken. Hauptsache du kannst endlich mit deinem Blog an den Start gehen.





Der Flitzebogen ist quasi überspannt und du bist mehr als bereit, ihn abzufeuern.


Und dann das: Neben der ganzen Euphorie, realisierst du, dass dir niemand dabei zuschaut.

Es fühlt sich so an, als würdest du allein auf deiner Party sitzen.


Halten wir also fest: Keiner liest deinen Artikel.


Aber ist das nicht normal? Schließlich kennt dich doch auch keiner.


Noch nicht!


Sieh es mal so: Gerade jetzt hast du die Zeit, herumzuexperimentieren, verschiedene Formate auszuprobieren, deinen Schreibstil zu finden, einen Flow zu entwickeln, Fehler zu machen und daraus zu lernen.


Ohne Milliarden-Publikum, das deine kleinen und großen Fehltritte skeptisch beäugt. Ist doch genial.


Ja schon, aaaber … trotzdem willst du gelesen werden! Am liebsten schon vorgestern.


Bist du dir auch schon seit vorgestern im Klaren darüber, für wen du schreiben willst? Wer deine Artikel aufsaugen soll?


Diese Überlegungen sind unumgänglich, wenn du dir eine treue Leserschaft aufbauen willst.



Mach dir bewusst, was deine Wunschleser lieben, fürchten, wissen und nicht wissen.


Grabe so tief und recherchiere so lang, bis du jemanden vor Augen hast, der sich wie ein echter Leser mit Puls und Verstand anfühlt. Sobald du dieses lebendige WER im Sinn hast, kannst du daran arbeiten, ein Publikum mit vielen dieser WERs aufzubauen.



Du hast jetzt deine Reader-Persona im Kopf?



Dann möchte ich dir mit den folgenden 5 Möglichkeiten zeigen, wie du es schaffen kannst Leser auf deinen Blog aufmerksam zu machen.




Ladys, fellas, let‘s go!




1. Die richtigen Fragen sind gefragt



Du hast irgendwo mal zu deinem Thema relevanten Fragen gelesen?

Du selbst hast schon das ein oder andere Mal Fragen erhalten?

Dir schwirren auch einige Fragen im Kopf?


Beantworte sie.



Bilde Fragegrüppchen und schreibe dazu Blogbeiträge. Schon bietest du deinen potentiellen Lesern absoluten Mehrwert.


Und auch für dich bedeutet das: Vorteile, Vorteile, Vorteile.


• Es entsteht ein stetiger Strom an neuen Inhalten, womit die Leere-Seite-Angst verpufft wäre

• Deine Website profitiert aus SEO-Sicht

• Du erkennst deine Wissenslücken, an denen du noch arbeiten musst

• Du lernst jede Menge über deine Wunschkunden und deren Bedürfnisse




2. Tue etwas Gewaltiges, etwas Großartiges



Wenn du willst, dass deine Inhalte gelesen und geteilt werden, zu Diskussionen anregen und viral gehen, über sie gesprochen und auf sie verwiesen wird, muss dir etwas gelingen, das all diese Aufmerksamkeit verdient.



• Schaffe richtig guten Content, der nur so vor Mehrwert trieft

• Tue etwas, das sich jeder wünscht selbst gemacht zu haben

• Veranstalte eine Mitmachaktion, worüber noch nach Ende dieses Trends gesprochen wird



Ich beispielsweise habe einen Round-Up-Post verfasst, der das Marketingwissen von 25 klugen Köpfen aus unterschiedlichen Bereichen vereint.


Der Mehrwert ist dem Ding nicht abzusprechen und die generierte Reichweite spricht auch für sich.


Klar wird nicht jeder vermeintliche Epic-As-Hell-Blogpost ein Volltreffer sein; vielleicht sogar eine Nullnummer. Nimm dir dennoch die Zeit, regelmäßig Inhalte zu erstellen, die tiefgründiger oder kreativer, innovativer oder auch einfühlsamer sind als Altbewährtes.



Umso früher du dich mit solchen Dingen ausprobierst, desto besser.




3. Schaue ruhig auf einigen Hochzeiten vorbei



Es sei dahingestellt, ob du die sozialen Medien vergötterst oder verabscheust. Fakt ist, dass sie ein guter Ort sind, um nach neuen Verbindungen zu suchen und Kontakte zu knüpfen.


Und diese brauchst du, um deine Leserschaft zu vergrößern. Umso mehr du sie von deinen Inhalten überzeugst, desto mehr verbreiten sich auch Empfehlungen.


Plane dafür täglich ein oder zwei KURZE Sitzungen auf mindestens einer, aber meiner Meinung nach maximal drei relevanten sozialen Plattformen ein.



• Hau eine Insta-Story oder einen Tweet raus

• Poste auf Pinterest oder Instagram

• Teile interessante Inhalte auf LinkedIn

• Reagiere auf Reaktionen und antworte auf Direct Messages



Sieh zwei gut geplante, 15-minütige Sitzungen pro Tag für mehr Reichweite, Kontaktaufbau und Kundenpflege als kostenfreie Marketingmaßnahme.


(Fällt es dir schwer, dich auf kurze Sitzungen zu beschränken, versuch es mal mit dem Handy-Timer. Notfalls tut es auch die Eieruhr.)


Aber tappe nicht in die Falle, dir eine riesige Community auf einer sozialen Plattformen aufzubauen und die Inhalte auf deiner Website zu vernachlässigen. Genau diese sollen ja schließlich deinen Lesern Mehrwert bieten.


Ist der nicht mehr gegeben, ist es nur eine Frage der Zeit bis das Publikum die Party wieder verlässt.




4. Tanze auch mal aus der Reihe



(Ist Tanzen nicht dein Ding, dann schwimme gegen den Strom.)


Menschen, die anti-alles sind, sind anstrengend. Ich denke, da sind wir uns alle einig.


Aber Menschen, die nie einen Standpunkt für sich einnehmen, die immer das meinen, was alle meinen, werden schnell übersehen.


Sind wir uns da auch einig?


Nun muss es ja nicht gleich ein politisches Statement sein; das ist schließlich jedem selbst überlassen. Aber jede starke Aussage bringt Potential für Diskussionen mit sich.


Und das bedeutet Interaktion, Aufmerksamkeit, und der Aufbau einer Anhängerschaft, die so tickt wie du.



In jeder Nische gibt es mindestens 2 Lager.


• Recherchiere zu Aussagen, die dir auffallen

• Stelle deine eigenen Vorurteile in Frage

• Wäge Beweise ab und berücksichtige dabei auch andere Standpunkte

• Lass dich von verlässlichen Beweisen, die deinen Annahmen widersprechen, beeinflussen


Und sobald du dir sicher bist, dass deine Position auf soliden Beweisen beruht, nimm Stellung dazu.



Du wirst natürlich mit dieser Meinung nicht die Leute glücklich machen, die seit jeher der Meinung sind, Zitronen sind orange. Aber der Versuch, diesen Überzeugten nach dem Mund zu reden, ändert rein gar nichts am gelben Farbton einer Zitrone.


Also lass es raus!



Wie es Jule Ruscher zum Thema Instagram gemacht hat - ein gelungenes Beispiel. Mit dieser Meinung eckt sie zwar bei überzeugenden Feed-Design-Fans an, aber im gleichen Atemzug erntet sie auch jede Menge Zuspruch.









5. Tausche deine Zeit und dein Wissen gegen Traffic



Eine hervorragende Möglichkeit, um an mehr Reichweite zu gelangen und somit auch gelesen zu werden, sind Gastartikel. Bestenfalls auf Plattformen, die bereits mit einer großen Reichweite und einer engagierten Community glänzen.


Eine weiterer kluger Schachzug wäre, auf einem Podcast eines anderen Unternehmens Rede und Antwort zu deiner Branche zu stehen.


Dafür musst du zwar Zeit investieren, die vorerst nicht aufs Konto deiner Website geht, aber es lohnt sich, meiner Erfahrung nach.


Ich durfte z.B. den t3n-Lesern mit meinem Gastartikel zum Markenaufbau zehn Tipps geben.


Versprich mir bitte, nur wirklich gutes Zeug einzureichen. Du erhältst schließlich die Gelegenheit, dich auf einer großen Bühne zu präsentieren, deine Leserschaft zu erweitern und Business-Kontakte aufzubauen.


Bei einem hingelodderten, inhaltslosen Artikel erreichst du ganz wahrscheinlich das Gegenteil.




Fazit: Du kannst eigentlich gar nicht verlieren!



Daher wäre es bedauerlich, wenn du über Wissen verfügst, das anderen helfen könnte und es ausschließlich für dich behältst (nur weil dein Blog nicht das Forbes-Magazine ist).



Betrachte dein Schreiben doch, gerade in der Anfangszeit, als berufliche und persönliche Entwicklung.



Das Erstellen von Inhalten bedeutet, dass du dich intensiv mit deiner Arbeit und den entsprechenden Themen beschäftigen, mehr lesen und mehr Fragen stellen musst.


Es ist quasi wie ein Muskel, der sich vergrößert, je mehr du ihn nutzt. Du lernst mit jedem Artikel dazu und baust dein eigenes Expertenwissen aus.


Und wenn du dich auf die Suche nach Tipps begibst, die deinen Lesern in bestimmten Situationen helfen, profitierst du doch auch von diesen Aha-Momenten.


Oder?