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5½ Kniffe, um deine About Page erfolgreich zu ruinieren



Hat dir schonmal jemand gesagt, dass du eine unfassbar coole About Page hast? Nein?


Dann wirst du wahrscheinlich noch keine haben. Oder aber eine, die dem Schlaf Konkurrenz macht.


Also, keine bekommt jeder hin.

Um deine Seite aber gewissenhaft zu ruinieren, orientiere dich an den folgenden Hacks.



Vorher möchte ich aber noch eine Sache loswerden:


Ich will dich mit den folgenden Tipps nicht ermutigen, eine uncoole About Page zu erstellen; vielmehr möchte ich dich motivieren, es besser zu machen.



Ok, Zeit, die Geheimnisse einer miserablen About Page zu lüften.







Die About Page ist eine der meistbesuchten Seiten der ganzen Website. In den meisten Fällen ist sie die zweite Seite (quasi Silber) die auf deiner Website geklickt oder aber nach der verzweifelt gesucht wird. Sie kann die Conversion um bis zu 22 Prozent erhöhen.



Wenn du darauf verzichten möchtest, nimm dir folgende 5 ½ Kniffe zu Herzen.

(Ich empfehle allerdings meine Gegenvorschläge.)





1. Dein Name lässt sich auf der Bildschirmfläche nicht blicken


Nehmen wir mal an, ich bin auf einen echt aufschlussreichen Blogbeitrag von dir gestoßen.

Ich möchte ihn teilen, noch zwei, drei Worte dazu schreiben und natürlich den Meister des Werkes erwähnen. Dich. ...


Du weißt, worauf ich hinaus will?


Genau. Wenn du dich selbst nicht mit deinem Werk brüsten möchtest, gebe doch aber deinen Besuchern die Möglichkeit -- ohne dass sie sich auf die Suche nach deiner Identität begeben müssen.



Mein Gegenvorschlag:


  • Idealerweise erwähnst du in einer Passage deines Textes, am Ende, unter deinem Bild oder in deinem kurzen Pitch deinen Namen. Inklusive Nachnamen (es sei denn du bist Rocky).

  • Auch der Zweitname braucht sich nicht zu verstecken. Ohne den zweiten ist Renate Veronique Müller weniger einprägsam. Renate „Bunny“ Müller wäre allerdings dein Ruin.

  • Ein Pseudonym, wie es z.B. manche Autoren haben, ist vollkommen legitim. Hauptsache ein Name – solange keine Kosenamen integriert sind.




2. Du versteckst dein hübsches Gesicht in der Masse



Es ist durchaus nachvollziehbar, wenn du aufgrund schlechter Erfahrungen im World Wide Web lieber Abstand von Fotos hältst.

Aber es geht dir wahrscheinlich nicht anders als der Mehrheit der Weltbevölkerung:


Mit einem Gesicht vor Augen fasst du eher Vertrauen und es fällt dir leichter, eine Verbindung herzustellen.



Mein Gegenvorschlag:


  • Zeig dich. In Kombination mit gutem Content sollte es dir nur Vorteile bringen. Denn du bleibst den Besuchern länger im Gedächtnis.

  • Es muss kein Bewerbungsfoto sein, um Autorität und Kompetenz auszustrahlen. Auch Bilder in der freien Wildnis können ausdrucksstark sein.

  • Du hast schließlich das Zepter in der Hand und kannst selbst entscheiden, welches Foto du online stellst. Zum Beispiel dein Lieblingsfoto.




3. Dein Text ist langweilig


Macht es keinen Unterschied, ob du Herrn Berg vom Finanzamt an deinem Lebenslauf teilhaben lässt oder dir deine Seite durchliest?


Uh, das könnte einer der Gründe sein, warum du keine Komplimente für deine About Page bekommst. Ein mitreißender Schreibstil reißt da selbst niemanden mit.



Mein Gegenvorschlag:


  • Für eine persönliche und einzigartige Seite benutze doch einfach DEINE Stimme. Wie im Alltag, nur ohne ‚Ey Alter‘.

  • Bist du witzig, sei witzig.

  • Hast du dein Herz auf der Zunge, zeig es.

  • Schleichen sich allerdings topaktuell, der Extraklasse und aufs nächste Level ein, könnte das deinen Text ruinieren.

  • Belass' es bitte nicht beim Firmenmantra. Sondern gebe deinen Besuchern das Gefühl, dass hinter deinem Unternehmen ein echter Mensch mit Herz und Seele steckt. Ein Verbündeter, der gemeinsam mit ihnen ihr Problem lösen und somit zu einem besseren Leben beitragen möchte.

  • Geh ruhig auch mal Risiken ein und löse dich vom üblichen Brei.




4. Dein Text ist laaangweilig


Geschichten sind toll.

Geschichten, die sich unnötig in die Länge ziehen, sind weniger toll.


Ja.


Ich meine diese, die beim Urschleim beginnen und noch zwanzig Jahre in die Zukunft blicken.

Genau die, die dem Leser Zeit rauben, ohne dass er etwas für ihn relevantes erfahren hat.

Jene, bei denen man nach unten scrollt, um ein Ende absehen zu können.


Du weißt, wovon ich spreche: Die Geschichten, bei denen die Devise lautet

"Soviel Text wie möglich, der so wenig aussagt wie nötig."



Mein Gegenvorschlag:


  • Kürze auf das Wesentliche herunter. Genau soviel, dass der Sinn hinter deiner Message nachvollziehbar ist.

  • Stell dir mal die Frage, was dich an der Person hinter einem Unternehmen interessiert.

  • Denk immer daran, deine Besucher wollen ihr Problem gelöst haben. Das Beste ist also, dich auf jeder Seite das Problem aufzugreifen, dass du löst.

  • Konzentriere dich auf großartige Sachen, die du erreicht hast und wodurch du nun deine Leser unterstützen kannst




5. Alles dreht sich um dich


Ruin.


Halber Ruin, wenn du auf deiner About Page über die Verdauungsprobleme deiner Katze debattierst.


Kein Ruin, wenn ein Zusammenhang zur Lösung des Kundenproblems hergestellt werden kann.


Und genau das ist der Schlüssel:


Die Besucher deiner About Page sind auf deine Seite gestoßen, weil sie nach einer Lösung, einem Tipp oder einem kleinen Wunder gesucht haben.


Alles andere, was nicht mit ihrer Situation zu tun hat, interessiert sie erstmal nicht.

Vielleicht dann, wenn du ihr Problem lösen konntest.



Mein Gegenvorschlag:


  • Geh mit deiner Geschichte mit gutem Beispiel voran, um zu zeigen, dass du sie verstehst und weißt wie sie fühlen.

  • Hier reicht aber auch vollkommen aus, wenn du dich auf diesen Moment, diese Begebenheit oder diese Erfahrung konzentrierst.

  • Ein unkonventioneller Einschub, den die Leser nicht erwarten, darf sein. Präparierst Schmetterlinge? Bringst du mit deinem Pesto alle um den Verstand oder bist du jedes Jahr beim 1. FC Union Weihnachtssingen am Start? Das gibt dir eine Persönlichkeit und bringt Leben in die Bude.




5 ½. Es existiert überhaupt keine About Page






Eine About Page zu planen könnte komplizierter sein als ein Hauskauf oder ein Heiratsantrag.

Eine About Page könnte so 90er sein.

Eine About Page könnte unnötig sein und keinerlei Vorteile bringen.



Mein Gegenvorschlag:


  • Lass es mal darauf ankommen. Lass die Sau raus und scheue dich nicht davor, deine Persönlichkeit zu zeigen. So ganz ohne verstellen:

  • Du wirst die Leute anziehen, die dich klasse finden.

  • Gleichgesinnte, die sich mit dir und deinen Inhalten identifizieren können.

  • Du wirst Sympathie aufbauen und die Leser auf deiner Seite halten.

  • Du wirst Vertrauen schaffen und deine Conversion steigern.

  • Du wirst ihnen in den Köpfen bleiben.



Jackpot, oder?!



Aber nicht vergessen: Dinge ändern sich. Werfe immer mal wieder ein Blick auf deine Seite und aktualisiere veraltete Informationen.




Mit einem Beispiel vor Augen, könntest du die ganze Theorie besser greifen?


Dann lade dir mein Freebie herunter und wage einen kleinen Blick hinter die Kulissen eines meiner About-Page-Checks.





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© 2020 SANDRA SCHWIETZER | FOTOS: CLAUDIA WEIDAUER